Anarchy in the ABC
Weiterhin Verwirrung und großes Durcheinander bei der Einführung der neuen Rechtschreibung.
Das ständige Scheitern der Versuche, sich auf verbindliche Regeln und ihre Umsetzung zu einigen, führte zum wohl größten demokratischen Akt der letzten Jahre: Rechtschreibung ist weitestgehend egal geworden, dass ich zum Beispiel besonders mit "ß" und "ss" große Probleme habe, dürfte den wenigsten Lesern dieses Blogs wirklich extrem aufgefallen sein. Wer kurz irgendwo hängenbleibt, kann sich die Frage, ob das nun nach alten oder neuen Regeln oder nach beiden oder gar keiner in Ordnung ist, nach welchen Regeln der Autor überhaupt zu schreiben versucht, meist selbst nicht genau beantworten. Die wenigen, die es doch können, halten den Fehler setzenden Autoren deshalb längst nicht für dumm, noch vor einigen Jahren hätte dies anders ausgesehen.
Auch an den Schulen kann die Rechtschreibung nicht mehr stark in die Notengebung einfliessen. Oder darf man Schüler dafür bestrafen, dass sie sich jeden Morgen vor dem Unterricht das den Schritt der Reform nie mitgegangene Feuilleton der FAZ reinziehen und dann in ihrem Aufsatz so schreiben, wie es dort hängengeblieben ist?
Ich hoffe, dass die Verwirrung noch lange genug anhält, um das Regelungscrossover gängig zu machen und die Einsicht zu verbreiten, dass es besser gar nicht sein könnte.
Das ständige Scheitern der Versuche, sich auf verbindliche Regeln und ihre Umsetzung zu einigen, führte zum wohl größten demokratischen Akt der letzten Jahre: Rechtschreibung ist weitestgehend egal geworden, dass ich zum Beispiel besonders mit "ß" und "ss" große Probleme habe, dürfte den wenigsten Lesern dieses Blogs wirklich extrem aufgefallen sein. Wer kurz irgendwo hängenbleibt, kann sich die Frage, ob das nun nach alten oder neuen Regeln oder nach beiden oder gar keiner in Ordnung ist, nach welchen Regeln der Autor überhaupt zu schreiben versucht, meist selbst nicht genau beantworten. Die wenigen, die es doch können, halten den Fehler setzenden Autoren deshalb längst nicht für dumm, noch vor einigen Jahren hätte dies anders ausgesehen.
Auch an den Schulen kann die Rechtschreibung nicht mehr stark in die Notengebung einfliessen. Oder darf man Schüler dafür bestrafen, dass sie sich jeden Morgen vor dem Unterricht das den Schritt der Reform nie mitgegangene Feuilleton der FAZ reinziehen und dann in ihrem Aufsatz so schreiben, wie es dort hängengeblieben ist?
Ich hoffe, dass die Verwirrung noch lange genug anhält, um das Regelungscrossover gängig zu machen und die Einsicht zu verbreiten, dass es besser gar nicht sein könnte.
edelbitter - 23. Jun, 14:39
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